Dies ist eine kompakte Übersicht zu Peptide — geschrieben für Leser, die mehr als einen Absatz, aber kein Lehrbuch wollen.
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Suchdol nad Odrou (deutsch Zauchtel, auch Zauchtl, Zauchtenthal) ist eine Minderstadt im Okres Nový Jičín in Tschechien. Sie liegt sechs Kilometer südöstlich von Fulnek und gehört zur Region Mährisch-Schlesien.
Quellen: de.wikipedia.org
== Geographie == Suchdol nad Odrou liegt unweit des linken Ufers der Oder im Naturschutzgebiet Poodří. Nachbarorte sind Kletné (Kletten) und Fulnek im Norden, Hladké Životice (Seitendorf b. Zauchtel) im Nordosten, Nový Jičín und Bernartice nad Odrou im Südosten, Mankovice (Mankendorf) und Jeseník nad Odrou (Deutsch Jaßnik) im Süden und Odry im Westen. Historisch gehört die Gegend zum Kuhländchen.
Quellen: de.wikipedia.org
Zauchtel wurde vermutlich Anfang des 13. Jahrhunderts gegründet und wurde erstmals 1257 urkundlich erwähnt. Es war damals bereits Pfarrort und gehörte zur mährischen Herrschaft Fulnek, die im Besitz des Smil von Lichtenburg war. Nach der Errichtung des Herzogtums Troppau wurde es diesem eingegliedert. 1337 wurde es als Cuchenthal, 1430 als Zauchenthal bezeichnet. Zusammen mit Fulnek wurde es 1464 vom böhmischen König Georg von Podiebrad erworben. Dessen Söhne verkauften den Besitz 1475 an den Utraquisten Johann von Žerotín. Er förderte die Besiedlung des Gebiets von Zauchtel, das er von der Troppauer in die mährische Landtafel in Olmütz übertragen ließ. 1515 wurde Zauchtel an die Grundherrschaft Kunewald angegliedert, mit der es bis 1848 verbunden blieb. 1584 erwarb Johann Balthasar von Czettritz (Zedritz von Kinsberg / Četrys z Kinšperka) Zauchtel und Kunewald. Während seiner Herrschaft entwickelten sich beide Orte zu einem Mittelpunkt der deutschsprachigen Brüderbewegung. 1604–1614 wurde in Zauchtel die Dreifaltigkeitskirche errichtet, die zu den größten protestantischen Gemeindehäusern zählte. Johann Balthasar von Czettritz war am Böhmischen Ständeaufstand beteiligt, starb jedoch 1621 ohne Nachkommen. Sein Besitz gelangte an seine Schwester Judith, die mit Moritz von Redern verheiratet war. Er betrieb eine rigorose Rekatholisierung seiner Untertanen und verbot 1622/23 die Gottesdienste der Böhmischen Brüder. Die Dreifaltigkeitskirche wurde nun als katholisches Gotteshaus genutzt. Dadurch verließ ein Teil der Bewohner den Ort.
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Die zurückgebliebenen Einwohner führten zum großen Teil die Brüdertradition im Geheimen fort. Nachdem die Glaubensverfolgungen verschärft wurden, wanderten 1724 zahlreiche Einwohner nach Herrnhut in der sächsischen Oberlausitz aus. Zu ihnen gehörte auch der Mitbegründer und spätere Bischof der Herrnhuter Brüdergemeine, David Nitschmann. Für die zurückgebliebenen Bewohner wurde 1730 eine katholische Pfarrei errichtet das Pfarrhaus nach Plänen des Architekten Johann Lucas von Hildebrandt neu erbaut. Trotzdem bezeichneten sich 1782 nach dem von Kaiser Joseph II. erlassenen Toleranzpatent rund 75 % der Einwohner von Zauchtel als herrnhutisch. Nachfolgend entstand 1783 eine lutherische Gemeinde, die im 19. Jahrhundert eine eigene Kirche errichtete. Bis 1945 bekannte sich stets mehr als die Hälfte der Bewohner von Zauchtel zum evangelischen Glauben. Seit 1806 war Zauchtel im Besitz der Walburga Waldburg-Zeil, die mit Clemens Waldburg-Zeil-Lustenau-Hohenems verheiratet war. Sie soll eine wohltätige Grundherrin gewesen sein und starb 1828. Von wirtschaftlicher Bedeutung waren im 17. Jahrhundert der Blei- und Silberabbau, der Anfang des 18. Jahrhunderts eingestellt wurde. 1798/99 wurden in Zauchtel erfolgreich Impfungen gegen die Blattern durchgeführt, wobei es sich um die erste Impfaktion in der Habsburgermonarchie handelte. Ein wirtschaftlicher Aufschwung erfolgte 1847 mit dem Anschluss an die Bahnstrecke Leipnik–Oderberg. 1895 erhielt Zauchtel die erste mährische Hauswirtschaftsschule für Arbeiterinnen.
Quellen: de.wikipedia.org
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